Was sind Lootboxen?

In letzter Zeit gibt es viele Diskussionen über Lootboxen. Nachstehend finden Sie weitere Informationen über die aktuelle Situation.

  • Was sind Lootboxen?

Lootboxen sind eine Art Schatzkisten (Beutekisten) in Videospielen. Diese können beim Spielen verdient werden oder man kann dafür bezahlen. Der Inhalt einer Lootbox ist nicht im Voraus bekannt. In einigen Fällen ist es möglich, dass eine Lootbox der Definition eines Glücksspiels entspricht (Einsatz + Zufall + Gewinn-/Verlustrisiko). In Belgien ist die Veranstaltung von Glücksspielen verboten, sofern die Glücksspielkommission keine entsprechende Lizenz erteilt hat.

  • Werden Maßnahmen gegen Lootboxen ergriffen?

Ingenieure, Juristen und IT-Experten der Glücksspielkommission analysieren gegenwärtig verschiedene Videospiele, um festzustellen, ob die darin vorkommenden Lootboxen oder andere „In-Game-Elemente“ der Definition eines Glücksspiels entsprechen. Nach dieser Analyse wird sich die Glücksspielkommission klarer zu diesem Thema äußern können.

  • Sie haben Lootboxen in einem Spiel bemerkt?

Wenn Sie feststellen, dass ein Spiel eine Lootbox enthält, können Sie dies unter info@gamingcommission.be jederzeit der Glücksspielkommission melden.

Was ist Spielmanipulation (Match-Fixing)?

In den Medien ist regelmäßig von Spielmanipulationen die Rede. Nachstehend finden Sie weitere Informationen über die Problematik und die Sanktionen.

Spielmanipulation ist untersagt. Artikel 4 § 3 Glücksspielgesetz besagt: 3. Es ist jedem untersagt, sich an einem Glücksspiel zu beteiligen, wenn der Betreffende das jeweilige Ergebnis unmittelbar beeinflussen kann.

Deshalb ist es Sportlern verboten, auf die eigenen Spiele zu wetten. Sie können den Spielverlauf schließlich beeinflussen, wodurch die Integrität des Spiels beeinträchtigt wird.

Das Glücksspielgesetz ist ein Strafgesetz, Verstöße dagegen werden strafrechtlich verfolgt. Täter können mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren und mit einer Geldstrafe von 800 bis 800 000 Euro bestraft werden.

Die Glücksspielkommission kann ein Protokoll gegen Sportler erstellen, die auf die eigenen Spiele gewettet haben.  2017 ist dies bei Sportlern in der ersten Liga mehrfach geschehen.

Wenn Sie mit einer Spielmanipulation konfrontiert werden, können Sie dies der Glücksspielkommission unter info@gamingcommission.be melden.

Werben für eine Glücksspiel-Website: ist das erlaubt?

Gegenwärtig wird ein Königlicher Erlass über Regeln für Glücksspielwerbung erörtert, der von Justizminister Koen Geens erarbeitet wird. Dieser Königliche Erlass soll dafür sorgen, dass schneller deutlich ist, was erlaubt ist und was nicht.

Gegenwärtig ist Werbung im Sinne von Artikel 4 Glücksspielgesetz vom 7. Mai 1999 über die Glücksspiele, die Wetten, die Glücksspieleinrichtungen und den Schutz der Spieler erlaubt. Dieser Artikel lautet wie folgt: „§2. Es ist jedem untersagt, an einem Glücksspiel teilzunehmen, den Betrieb eines Glücksspiels oder einer Glücksspieleinrichtung zu erleichtern, Werbung für ein Glücksspiel oder eine Glücksspieleinrichtung zu betreiben oder Spieler für ein Glücksspiel oder eine Glücksspieleinrichtung zu werben, wenn der Betreffende weiß, dass es sich um den Betrieb eines Glücksspiels oder einer Glücksspieleinrichtung handelt, für das bzw. die in Anwendung dieses Gesetzes keine Lizenz erteilt wurde.“

Das bedeutet, dass es in Belgien den von der Glücksspielkommission lizenzierten Anbietern erlaubt ist, für ihr Glücksspielangebot zu werben. Dadurch sollen die Spieler angeregt werden, das lizenzierte Angebot zu nutzen, falls sie ihr Glück versuchen wollen. Wenn das lizenzierte Angebot den Spielern unzureichend bekannt ist, besteht das Risiko, dass sie das Angebot nicht-lizenzierter (und deshalb illegaler) Glücksspielanbieter nutzen, die keinerlei Garantie für den Schutz der Spieler bieten. Die Werbung für lizenzierte Anbieter entspricht mit anderen Worten dem „Kanalisierungsprinzip“ der belgischen Behörden, bei dem Spieler – falls sie spielen möchten – dies in einer kontrollierten Umgebung tun können. 

Die Glücksspielkommission ist befugt, eine Werbekampagne eines Glücksspielanbieters zu beenden, wenn ein Verstoß festgestellt wird.