Wer kontrolliert die Nationallotterie?

Nicht das Gesetz vom 7. Mai 1999 über die Glücksspiele findet auf die Nationallotterie Anwendung, sondern das Gesetz vom 19. April 2002 zur Rationalisierung der Arbeit und Verwaltung der Nationallotterie. Alle anderen Lotterien fallen wiederum unter die Bestimmungen des Gesetzes vom 31. Dezember 1851 über die Lotterien.

Im Geschäftsführungsvertrag der Nationallotterie ist vorgesehen, dass mit dem Minister der Justiz eine Vereinbarung geschlossen werden kann. Auf der Grundlage dieses Zusammenarbeitsprotokolls zwischen der Nationallotterie und der Kommission für Glücksspiele wurde bereits für die 0800-Rufnummer des Hilfsdienstes zusammengearbeitet. Darüber hinaus kann die Kommission für Glücksspiele auf Vertragsbasis beispielsweise damit beauftragt werden, Beschwerden über den Verkauf von Produkten der Nationallotterie zu bearbeiten. Die Nationallotterie kann zurzeit selbst bestimmen, wie ihre Kontrolle organisiert wird.

Folglich besteht zwar Raum für Absprachen, aber bis heute ist hinsichtlich der Kontrolle keinerlei Umsetzung vorgesehen worden.

Die Aufsicht über die Nationallotterie wird von Johan Van Overtveldt, Aufsichtsminister der Nationallotterie, ausgeübt. In der Praxis erfolgt diese Aufsicht über einen Regierungskommissar, der vom König auf Vorschlag des Aufsichtsministers der Nationallotterie ernannt wird. Der Regierungskommissar nimmt an den Versammlungen des Verwaltungsrates teil.

Die Kommission für Glücksspiele möchte die Zuständigkeit über die Kontrolle der Nationallotterie erhalten. Die Kommission bedauert, dass Minderjährige so leicht Zugang zu Rubbellosen und anderen Spielen der Nationallotterie haben.

Was ist der Unterschied zwischen Glücksspiel und Lotterie?

Ein Glücksspiel ist ein Spiel oder eine Wette mit Einsatz, wobei entweder der Einsatz von mindestens einem der Spieler oder Wetter verloren wird oder ein Gewinn von mindestens einem der Spieler, Wetter oder Spiel- oder Wettveranstalter erzielt wird und wobei der Zufall beim Spielablauf, bei der Bestimmung des Gewinners oder bei der Festlegung des Gewinns eine - selbst nebensächliche - Rolle spielt.

Eine Lotterie ist eine öffentliche Gelegenheit, bei der das Los über den Gewinn entscheidet. Ein Einsatz ist nicht notwendig, das Spiel muss aber öffentlich sein.
Das Fehlen eines Einsatzes ist ein grundlegender Unterschied zwischen Lotterie und Glücksspiel. Um von einer Lotterie zu sprechen, ist kein Einsatz erforderlich. Für das Glücksspiel hingegen ist der Einsatz eine notwendige Voraussetzung.

Eine Stichfrage ohne Einsatz ist kein Glücksspiel. Gibt es wohl einen Einsatz, liegt ein Glücksspiel vor, da eine Stichfrage von einem unvorhersehbaren Ereignis abhängt (= Zufallsprinzip). Ferner ist die Rede von einer Lotterie, wenn ein Gewinner aus verschiedenen Einsendungen ausgelost wird.

Welche Vorschriften gelten für Tombolas?

Eine Tombola ist eine Form der Lotterie und fällt unter die Bestimmungen des Gesetzes vom 31. Dezember 1851 über die Lotterien. Wenn Sie eine Tombola veranstalten möchten, kontaktieren Sie am besten Ihre Gemeinde (für Lotterien auf Gemeindeebene), Ihre Provinz (für Lotterien auf Provinzebene) oder den FÖD Inneres (für Lotterien auf Landesebene).

Kontaktdaten FÖD Inneres:

FR: Ronald RASNEUR - 02/518.24.55 - ronald.rasneur@rrn.fgov.be

NL: Martien BOVIJN - 02/518.20.89 - martien.bovijn@rrn.fgov.be