In Belgien kann Spielern der Zugang zu realen und virtuellen Glücksspieleinrichtungen der Klassen I und II und virtuellen Glücksspieleinrichtungen der Klasse IV aus verschiedenen Gründen verwehrt werden:

- Um Jugendliche vor den möglichen Gefahren des Glücksspiels zu schützen, ist der Zutritt zu realen und virtuellen Kasinos und Spielautomatenhallen Personen unter 21 Jahren verboten. Sowohl bei realen als auch bei virtuellen
Wettbüros liegt das Mindestalter bei 18 Jahren;

- Spieler können sich selbst aus realen und virtuellen Kasinos, Spielautomatenhallen und virtuellen Wettbüros ausschließen, wenn Sie glauben, vor sich selbst geschützt werden zu müssen;

- Außerdem kann ein Interesse habender Dritter (z.B. der Partner) einen Antrag auf Ausschluss bei der Glücksspielkommission einreichen;

- Ein Ausschluss kann auch auf der Grundlage eines Gerichtsbeschluss erfolgen (z.B. bei Personen, für die der Antrag auf kollektive Schuldenregelung für zulässig erklärt wurde);

- Auch aufgrund der Art ihres Berufs kann Personen der Zutritt zu einem Kasino oder einer Spielautomatenhalle verweigert werden, man denke nur an Magistrate, Notare, Gerichtsvollzieher und Angehörige der Polizei.

- Ein vorläufiger Verwalter kann, wenn er dies für notwendig hält, bei der Kommission für Glücksspiele durch gewöhnlichen Brief beantragen, dass ein vorsorgliches Glücksspielverbot für eine zu schützende Person beibehalten wird (siehe Artikel 54 § 3 Nr. 3 des Glücksspielgesetzes).

 

Seit 2004 verfügt Belgien über das Excluded Persons Information System (EPIS), ein elektronisches System, in dem alle ausgeschlossenen Spieler zusammengefasst sind. Beim Betreten eines realen oder virtuellen Kasinos, einer Spielautomatenhalle oder eines Wettbüros müssen Name, Vorname und Geburtsdatum des Spielers im EPIS registriert werden, um zu prüfen, ob er eingelassen werden darf. Dies ist zweifellos ein äußerst wirkungsvolles Instrument im Kampf gegen die Spielsucht.