Die Glücksspielkommission hat die Aufgabe der Kontrolle der Medienspiele oder aller Glücksspiele, die über die Medien veranstaltet werden. Hierunter fällt jeder Rundfunkoder Fernsehsender und jede Zeitung oder Zeitschrift, bei dem/der der Unternehmenssitz des Betreibers oder Herausgebers in der Europäischen Union liegt.

 

Es gibt zwei Arten Medienspiele:
 
1. Medienspiele, die ein komplettes Spielprogramm beinhalten (besser bekannt als Anrufspiele)
 
Anrufspiele fallen seit dem 1. Januar 2011 unter das Glücksspielgesetz. Vorher stellten sie eine Ausnahme von diesem Gesetz dar. Konkret bedeutet dies, dass die Kommission für Glücksspiele eventuelle Verstöße nur feststellen konnte, jedoch keine tatsächlichen Sanktionen (zum Beispiel Aussetzung der Lizenz) auferlegen konnte. Dennoch forderte die Kommission für Glücksspiele die Sender bei Verstößen dazu auf, einen Ausgleich vorzusehen (zum Beispiel durch Anbieten eines Anrufspiels über eine 0800-Gratisnummer). Hierbei zählte die Kommission für Glücksspiele auf den guten Willen der Sender, da sie über keine Druckmittel verfügte.
 
Seit dem 1. Januar 2011 benötigen Sender eine G1-Lizenz, um Anrufspiele ausstrahlen zu dürfen. Bei einem Verstoß kann die Kommission für Glücksspiele diese Lizenz aussetzen oder sogar endgültig entziehen.
 
2. Alle anderen Medienspiele, die innerhalb eines Mediums nur einen Teil eines Programms oder eine separate Rubrik darstellen
 
Momentan ist das Angebot solcher Medienspiele nicht erlaubt.
 
Demnächst werden Anbieter von Medienspielen eine G2-Lizenz benötigen. Derzeit wird an einem Königlichen Erlass gearbeitet, in dem unter anderem das Antragsverfahren und die Form einer G2‑Lizenz bestimmt werden.